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Junioren Schwimm-EM, Helsinki, Finnland, Notizen

Datum der Veranstaltung: 4. - 8.7.2018
Text, Zahlen, Auswertungen: Mirko Seifert

Ich war selber nicht da.
Daten via Videostream und Infos zusammen mit Tino Henschel, der war vor Ort.

2010 war Helsinki schon mal JEM-Austragungsort.

Videostream
Ja. Aber Vorläufe nur 1 Kamera in einer Ecke. Im Finale dann mit mehreren Kameras und Regieführung, inkl. Siegerehrungen und Zeitlupen.
Der Videostream wurde leicht zeitverzögert ausgestrahlt. Augenfällig wurde dies erst dann, wenn man Videostream UND Live-Ticker nebeneinander laufen ließ. Die Live-Zeiten waren immer vor dem Videosignal (ca. 25 Sek.).

Das Trainerteam
Mitja ZASTROW    Bundestrainer
Sander GANZEVLES    Stützpunkttrainer (Heidelberg)
Ingo MARKATSCH    Trainer (Halle)
Enrico WESSOLY    Trainer (Hamburg)
Peter HOS    Trainer (Berlin)
Dr. Falko FRESE    Arzt (Heidelberg)
Carmen HOFFSTADT    Physiotherapeutin
Nina FALCK    Physiotherapeutin
HaWo DÖTTLING    Diagnostik (Heidelberg)

Maya Tobehn und die 100 S
9 Starter über 100 S Finale der Frauen: Über 100 S (weiblich) wurde die Britin Emily Large im Semifinale disqualifiziert, wurde dann aber rückgängig gemacht. Warum? Die LEN schreibt ja nie etwas zu Disqualifikationen, geschweige denn zu Rücknahmen. Also andere Quellen angezapft: es hätte die Weißrussin Anastasiya Shkurdai (Jg 2003) disqualifiziert werden müssen (angeblich Frühstart) Sie startete im gleichen Lauf gleich neben Emily Large. Zeit für Disqualifikation war abgelaufen und damit Tatsachenentscheidung. Passiert, gehört aber zum Sport. Hatte mal ein Richter gesagt: Ungerechtigkeiten gehören zum Sport.
Muss man sich aber mal vorstellen: auf jeder Seite 2 Schwimmrichter, dazu noch 2 Schiedsrichter, Starter, das Video, die Reaction Time (Shkurdai 0,53 Sek.) und alle haben’s falsch gesehen.

Wie auch immer, der deutsche Vertreter wurde zur LEN gebeten. Aus Maya Tobehn Platz 9 Reserve für das Finale wurde Platz 9 mit Startrecht im Finale auf Bahn 0. Normalerweise starten im Finale immer 8 Sportler, nicht so bei 100 S der Frauen: 9 Starter. Habe ich so auch in den letzten Jahren noch nie erlebt.

Im Finale wurde Maya vierte. Jetzt kann man spekulieren, „was - wäre – wenn“ die Weißrussin disqualifiziert geworden wäre. Kann man nur auf den Richter verweisen: Ungerechtigkeiten gehören zum Sport.

Noch was: Maya hatte beim Semifinale über 100 S als einzige Starterin keine Reaction Time.

Merchandising
T-Shirt: 30 Euro; Turnbeutel: 15 Euro; Badekappe: 10 Euro; Special: T-Shirt + Turnbeutel 40 Euro;

Eintrittspreise
15 Euro pro Tag; 7,50 Euro für Kinder.

Allerlei
Eimer: gab es. Doch durch die z. T. beschränkten Videoeinblicke konnte man nur wenig sehen.
Eimerkipper. Es gab sie doch, sie waren aber nur vereinzelt anzutreffen. Maya Tobehn (Sa), Laura Lahtinen (So).

Tag 4, Vorläufe: letzte beim Einschwimmen Schwimmerin aus Serbien.
Tag 5, Vorläufe: letzte beim Einschwimmen: Isabel Gose.

Ein- und Ausschwimmen während des Wettkampfes: im Sprungbecken, was sich auch in der Schwimmhalle, unmittelbar neben dem Wettkampfbecken, befand.

Die Sportler aus Dänemark kamen immer mit dem Rucksack zum Start.

Paul Reither, obwohl verletzt, war trotzdem mit.

Musik so gut wie immer gespielt. Auch während der Vorläufe, wenn die Schwimmer ihre Bahnen zogen.

Alle Bahnen waren beim Einschwimmen markiert: Sprintbahnen 0 und 9, Pace Lane 8 usw.

„Arena“ ist nicht mehr Namenssponsor der Veranstaltung.

Hawo Döttling schrieb keine Berichte mehr für den DSV.de (so geschehen in 2013 – 2015).

Das Siegerehrungspodest stand auf der Wendeseite und stand permanent dort (2013, 2014 immer wieder ab und aufgebaut).

Vor dem Finalabschnitt am Samstag wurde die Anschlagmatte auf Bahn 3 (Startbrücke) ausgetauscht.

Die Sitze der Nationen rotierten wie in den letzten Jahren von Tag zu Tag auf der Tribüne.

Bahn 3 und 6 hatten noch ein optisches Zeichen beim Start.

Die Kampfrichter hatten keine Stoppuhren umhängen. Sie betätigten aber den Back-Up-Knopf.

Es wurden Rückenstarthilfen eingesetzt.

Es gab keine 15 m Leine, hier wurde auf die akkurate Ausrichtung der Leinen vertraut.

2 männliche Sprecher führten durch den Wettkampf. Einen Moderator gab es nicht.

Das 5 m Fähnchen wurde, wenn es für den Wettkampf nicht notwendig war, abgenommen.

Es wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass man es doch bitte unterlassen sollte, Trillerpfeifen vor dem Start zu verwenden. Diese hörten sich teilweise wie die vom Kampfgericht an und irritierten einige Sportler.

2 Anzeigetafeln gab es; jeweils am anderen Ende der Schwimmhalle.

Das angekündigte „Swim-off“ (Ausschwimmen/Stechen) am Tag 5 über 50 m F der Männer für das Finale fand nicht statt.

TYR war Sponsor der Veranstaltung.

Medaillen
Medaillen pro Tag
Tag 1: 5     [50 B (w), 800 F (w), 400 L (w), 4x100 F (w), 4x100 F (m) ]
Tag 2: 2     [400 F (w), 4x100 F mix]
Tag 3: 2     [1500 F (w), 4x100 L (w) ]
Tag 4: 3 [200 F (w), 50 R (m), 4x100 L (mix) ]
Tag 5: 4 [100 B (w), 50 S (w), 4x200 F (w), 4x100 L (m)]
gesamt: 16

die meisten Medaillen
Isabel Gose 7
Lena Riedemann 4
Maya Tobehn 4
Peter Varjasi 3
Celine Rieder 3
Rafael Miroslaw 3
Anna Elendt 3

Keine Medaillen (6 Sportler): Alexandra Arlt, Malin Grosse, Mareike Ehring, Fleming Redemann, Lukas Märtens, Maurits Kuhn

Team-Wertung
Germany, Platz 6 (1 x Gold, 11 x Silber, 4 x Bronze)

Rekorde (5)
Altersklassenrekorde (4)
Celine Rieder    800 F    08:32,54
Michael Schäffner    50 R    00:25,23
Maya Tobehn    50 S    00:26,70
Michael Schäffner    100 R    00:54,83 (Staffelstart)

Deutscher Rekord (oW) (1)
4x100 F mix    03:28,97 mit Peter Varjasi, Rafael Miroslaw, Isabel Gose, Maya Tobehn

Statistik
Statistik
Frauen [Jg: Anzahl]
2004: 0
2003: 0
2002: 6
2001: 7

Männer [Jg: Anzahl]
2003: 0
2002: 0
2001: 2
2000: 7

keine deutschen Sportler am Start über
Frauen
100 F (w)
200 S (w)

Männer
400 F (m)
800 F (m)
1500 F (m)
100 B (m)
200 R (m)
200 L (m)

Team (Summe: 21 Sportler)
Frauen: 13
Männer: 9