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Aufklärung I – Fotowünsche DJM/mirkoseifert.de

Es tut sich was: Datenschutz-Grundverordnung ist das Stichwort. Man fühlt sich wie von den „Guardians of the galaxy“ behandelt, nur das die „Guardians“ die EU und die „Galaxy“ Deutschland ist. An dieser Stelle werde ich auf die spezifischen Eigenarten für meine Webseite mirkoseifert.de eingehen.
Link: das neue Wunschbildformular: https://www.mirkoseifert.de/no_cache/wunschbild

Einverständniserklärung
Bereits seit 2008 arbeite ich damit. Klingt erstmal nach bürokratischem Aufwand. Ist es auch (und nicht zu knapp), bringt aber für beide Seiten Vorteile:
- sie wissen was mit den Bildern gemacht wird;
- ich weiß, dass ich die Bilder verarbeiten und veröffentlichen darf;
- diese muss nur einmal ausgefüllt werden;
Diese Art der Einwilligung ist schon immer bei den meisten Veranstaltungen notwendig gewesen. Nur wenige Veranstaltungen, die z. B. den DM, wäre diese nicht notwendig. Hier hat die Rechtsprechung in ihrer Art der Rechtsfortbildung Konstruktionen erschaffen, die dies überflüssig machten.
Was die Urteile und deren Bedeutung nach dem 25.5.2018 wert sind wird sich zeigen. Hier gehen die Meinungen weit auseinander.
Unstrittig ist, dass Einverständniserklärungen, die mir bisher erteilt wurden sind, auch weiterhin gültig sind. Sie brauchen diese nicht erneuern.

Die neue Lage ab 25.5.2018
Ab dem 25.5.2018 werde ich mit den neuen, angepassten Einverständniserklärungen arbeiten. Dafür gibt es auch ein neues Formular für Wunschbilder, welches den Erfordernissen der DSGVO, für Sie und für mich angepasst ist. Das neue Wunschbild Formular wird
- eine Bestätigung von ihnen verlangen, dass sie die Texte zur Kenntnis genommen haben;
- die Felder für die einzelnen Wettkämpfe in einem Feld zusammenfassen; so können sie die Wünsche in ein Feld eintragen und nicht wie bisher jedes Feld einzeln.

Nicht geändert hat sich der Ablauf für die Wunschbilder. Diese Vorgänge gibt es bereits seit 2013 und haben sich bewährt:
- nach Erfassung der Wunschbilder erhalten sie kurz vor dem Wettkampf eine Bestätigungsemail mit
    - dem Termin, wann mit den Bildern zu rechnen ist;
    - dem Hinweis, was bei speziellen Wettkämpfen zu beachten ist (z. B. DMS-J, Staffeln);
    - den gesamten Text, einschließend den Informationspflichten, für ihre Unterlagen;
    - den Link zu den Einverständniserklärungen;
    - meine Kontaktdaten;

Sollten im Vorfeld Unklarheiten bestehen, so werden Sie bereits im Vorfeld kontaktiert.

Wunschbilder
Auch diese Möglichkeit besteht seit 2008. Hier haben Sie die Möglichkeit, mir vor dem Wettkampf Wünsche zu übermitteln. Damit ist folgendes gewährleistet:
- die Sportler werden aufgenommen, die es auch möchten;
- die Sportler wissen im Vorfeld, dass sie aufgenommen werden;

Nicht zu übersehen ist natürlich der Aufwand auf beiden Seiten - des Sportlers und mir - sich damit zu beschäftigen und mir Bescheid zu geben.

Aber was wäre die Alternative? Wild und hektisch „draufloszuknipsen“, unwissend, ob derjenige es mag oder nicht? Ständig den „Schulterblick“ riskierend, ob nicht die nächste Abmahnung im Anflug ist? Mit Sicherheit nicht.

Zu erwähnen ist an dieser Stelle aber auch, dass nicht jeder Sportler/Elternteil jedes Mal ein „Wunschbildformular“ ausfüllen muss: mit den Jahren weiß ich Bescheid, wer möchte und wer nicht, ohne ständig nachzuschauen.
Link: das neue Wunschbildformular: https://www.mirkoseifert.de/no_cache/wunschbild


Bilder ja - Veröffentlichung nein
Ich sehe ein, dass der Inhalt der Einverständniserklärung für einige etwas hart klingt. Dem trage ich Rechnung, in dem ein anderes Konzept für Bilder ins Leben gerufen wurde:
„Bilder ja, aber keine Veröffentlichung“.
Genaueres dazu lesen unter dem folgenden Link:
https://www.mirkoseifert.de/page/statisch/bild-ja-voe-nein

Ausschreibung von Wettkämpfen erlaubt das Anfertigen von Bildern
Diesem Passus stand ich schon immer skeptisch gegenüber. Im Ernstfall gilt diese Einwilligung nur zwischen dem Sportler (Vertreter) mit dem Ausrichter/Veranstalter, nicht mit mir oder anderen Fotografen.
Speziell für die DJM 2018 steht in der Ausschreibung im Punkt 2.19, Seite 6:
„Zusätzlich erklärt der Verein … mit Abgabe der Meldung, dass die in der Anmeldung genannten Daten sowie im Rahmen der Veranstaltung erstellte Fotos … ohne Vergütungsansprüche des jeweiligen Teilnehmers vom Veranstalter und Dritten wie Medien und Sponsoren genutzt werden dürfen.“
Trotz dieser Passagen in der Ausschreibung werde ich mich auch in Zukunft nicht darauf verlassen. Deshalb sind Wunschbilder und Einverständniserklärungen auch in Zukunft Bausteine, mit denen ich arbeiten werde.

Tradition
Die kommenden DJM sind bereits meine elften DJM! Seit 2008 habe ich jedes Jahr daran teilgenommen. Alle Bilder sind immer noch auf meiner Seite online und vermitteln u. a. den Zeitgeist der Veranstaltung: verschiedene Sportler, verschiedene Wettkampfkleidung, unterschiedliche Locations.
Beispiel DJM 2008 (Abs. 1): https://www.mirkoseifert.de/veranstaltung/id/142/

Vorbildwirkung
Es hat sich gezeigt, dass einige Dinge, die ich über die Jahre entwickelt habe (Wunschbild, Einverständniserklärungen), von anderen kopiert wurden. Das ist zwar schmeichelhaft aber nicht zu meinem Nutzen. Aus diesem Grund werde ich die neuen, angepassten Einverständniserklärungen, nicht mehr online zur Verfügung stellen. Diese werde jedem Interessenten und standardmäßig in jeder Bestätigung der Wunschbilder mit verschickt.

Quellen der Wissens
Nur zu fotografieren reicht nicht. Man(n) und Frau sollte auch wissen,
- was man da eigentlich macht;
- warum man das macht;
- ob man das machen darf;
- welche Instrumente zur eigenen Sicherheit in die Hand gegeben werden.

Zwar ist das Internet voll von Ratschlägen, doch hilfreich sind nur die Profiwerkzeuge. Zu meiner Lektüre der Profiwerkzeuge gehören seit Jahren
- die NJW (Neue Juristische Wochenschrift)
- die GRUR (Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht)
- die MMR (MultiMedia und Recht)
- Kommentarbücher wie der Palandt
- beck.de im Intranet.

Zitat am Ende
Am Ende noch ein abgewandeltes Zitat aus „Avengers 3 Infinity War“, welches sich die EU-DSGVO Initiatoren sehr zu Herzen genommen haben: „Geben sie diesen Mann Bürgern einen Schild“.